Buchholzer Ferienhäuser - Zeichnung Ansicht Norden.png

Das „Buchholzer - Ferienhäuser“ steht für die Verbindung von Gestaltung, Landschaft und Gastfreundschaft gelegen im Naturpark Uckermärkische Seen in einem kleinen Dorf mit ca. 50 Einwohnern.In dem Projekt sind wir, Flacke + Otto Architekten, Architektinnen, Bauherrinnen und jetzt auch Gastgeberinnen.
Im Jahre 2014 wurden wir auf das 7.500 qm große Grundstück in Buchholz bei Gerswalde aufmerksam. Das Grundstück mit dem Weidenhain, mitten in einer dörflichen Struktur hat uns motiviert und inspiriert das Buchholzer zu entwickeln. Und so stand der Wunsch einen Ort zu gestalten, der die Schönheit und Ruhe der hügeligen Landschaft dieser Region widerspiegelt und gleichzeitig eine einladende Atmosphäre bietet, im Mittelpunkt unseres Entwurfes.
Das Ensemble, das aus zwei unterschiedliche Häusertypen auf dem Grundstück besteht, ist für eine vielfältige Gästestruktur konzipiert, die unterschiedliche Bedürfnisse an Komfort, Naturerlebnis und auch finanziellen Möglichkeiten berücksichtigt.


Für das große Haupthaus stand die traditionelle Tabakscheune, die von den Hugenotten in Buchholz erbaut wurden, Pate. Diese Scheunen sind meist aus Fachwerk gebaut und zeichnen sich durch eine hohen Drempel mit einem steilen Satteldach aus. Der hohe Drempel dieser Bauweise ermöglichte es, Tabak zu trocknen und zu lagern. Diese charakteristische Bauweise wurde in den Entwurf integriert.
Das scheunenartige Hauptgebäude an der Dorfstrasse mit dem markanten Durchgang in der Mitte beherbergt zwei eigenständige Ferienhäuser, die über eine außenliegende Empore miteinander verbunden sind.
Der zentrale Durchgang im Haupthaus erinnert an große Scheunentore und rahmt den Blick zum wilden Weidenhain in der Mitte des Grundstücks. Dieser Blickfang schafft eine Verbindung von der Ortsmitte bis in den Garten.
Das Sommerhaus im Garten ist in seiner Kubatur und Form kleiner und orientiert sich an den ortstypischen Nebengebäuden in der Nachbarschaft, den Hühnerställen und Werkstätten, die meist in zweiter Reihe stehen. Es spiegelt in seiner Form die etwas größere Ziegelscheune des Nachbarn.
Es ist leicht abgewandt vom Haupthaus positioniert, damit die Studios vor Einblicken geschützt sind.


Konstruktiv haben wir uns statt für den ortstypischen Mauerwerksbau für eine ökologische Holzbauweise entschieden, mit einer modernen Fassade aus hell gestrichener Fichtenverschalung. Die Gebäude wurden als Holzständerbau errichtet, wobei die Dämmung aus einer Kombination von Zellulose- und Holzfaserdämmung besteht.
Die hohe Dämmfähigkeit des Holzes in Kombination mit ökologischer Holzfaserdämmung sorgt für eine hervorragende Energiebilanz.
Die Bauweise ermöglicht flexible Grundrissgestaltungen, so dass Änderungen auch in Zukunft unkompliziert umgesetzt werden können.
Zudem wird das gesamte Ensemble über eine moderne Flächenerdwärmeheizung beheizt, die im Sommer auch für Kühlung genutzt werden kann – ein nachhaltiges System, das Energie spart und das Raumklima angenehm hält.
Ein besonderes Merkmal ist die Eigenarbeit der Möbelfertigung: Alle Möbel wurden aus Sperrholz entworfen und in Handarbeit maßgeschneidert auf die jeweiligen Raumgegebenheiten angepasst.